Slack, Zoom und GoogleDrive – gibt’s da auch was in OpenSource?  

Mit den richtigen digitalen Anwendungen können Teams enorme Produktivitätssteigerungen erzielen und mindestens jährlich kommt eine Allzweckwaffe für Kommunikation und Produktivität auf den Markt. Viele dieser Allzweckwaffen werden von den Anbietern in geschlossenen Räumen als Software-as-a-Service geliefert, das heißt alle Daten, ob interne Kommunikation, Baupläne oder ganze Produktionsprozesse werden auf den Servern von Dritten gespeichert. Wenn wir uns entscheiden, unsere gesamte interne Kommunikation über z.B. über Slack abzuwickeln und gleichzeitig zahlreiche Tools damit zu verbinden, geben wir nicht nur die Hoheit über unsere Geschäftsgeheimnisse ab, sondern machen uns Betriebsorganisation vollständig von den Produktentscheidungen der Firma abhängig. Ob das lebenswichtige Feature auch nachdem Update noch supportet wird, richtet sich nach den Bedürfnissen von Slack’s großen Kunden und nicht denen eines kleinen Architekturbüros in Dassel. Und wenn ein Feature dann nicht mehr supportet wird, muss ein neues Tool gefunden werden und meist ist der Wegzug von SaaS-Angeboten mit ziemlich viel Aufwand und Fummelei verbunden, wenn er überhaupt möglich ist.

Die flexible alternative zu geschlossenen SaaS-Systemen kann selbstgehostete OpenSource-Software sein, die es jedem ermöglicht der eigene „Herr über die Systeme“ zu sein. Bei OpenSource-Software ist der Quellcode öffentlich, entsprechend kann „jeder“ den Code einsehen und sich an der Entwicklung beteiligen. Für die meisten heißen Eisen aus dem SaaS-Bereich haben sich in den vergangenen Jahren ebenso mächtige OpenSource-Alternativen hervorgetan. Wir bei bitkomplex setzten für unsere interne Kommunikation ausschließlich auf solche Lösungen.

Die drei wichtigsten OpenSource-Alternative und Säulen unseres dezentralen Arbeitens möchten wir Euch hier kurz vorstellen.

1. Nextcloud Hub

Das Nextcloud-Projekt ist wohl eines der beeindruckendsten OpenSource-Anwendungsprojekte der vergangenen Jahre. Die Nextcloud bietet die Basisinfrastruktur für gemeinsames Arbeiten und ersetzt fast vollständig die GoogleSuite oder Office365. Die Nextcloud bietet alles von gemeinsamen Kalendern, Aufgabenlisten und Kanban-Boards über Adressbücher bis zum kollaborativen Arbeiten mit OpenOffice oder Collabora.  Hinter Nextcloud steht ein entwicklungsstarkes Unternehmen und eine aktive Community, so dass sich der Anwendungsumfang regelmäßig verändert. Der OpenSource Entwicklungsansatz ermöglicht es zudem, den Funktionsumfang selbstständig zu erweitern und so kann notfalls auch gänzlich unabhängig von der Weiterentwicklung des Nextcloud Entwicklungsteams ein individuelles Arbeitsumfeld geschaffen werden.

Wir benutzen Nextcloud seit unserer Gründung vor über fünf Jahren als Basis für unsere Datei-Verwaltung und haben so die umfassende Weiterentwicklung zum Productivity-Hub miterleben. Heute bietet der Nextcloud Hub zudem eine solide Termin- und Aufgabenverwaltung, die auf Standardprotokollen aufgebaut ist und dadurch ganz einfach plattformunabhängig und Endgeräte hinweg genutzt werden kann.  Unsere Daten verlassen auch bei Remote-Work mit Outlook, IPhones und Endgeräten niemals unseren Herrschaftsbereich und damit ist die Nextcloud zu unserem GoogleDrive-Killer geworden.

Mehr Infos zu unserem Productivity-Hub findet ihr unter https://nextcloud.com und nächste Woche erzählen wir Euch an gleicher Stelle, wieso wir weder auf Zoom noch auf Slack angewiesen sind und trotzdem kein Problem im Homeoffice haben.  

Interesse?

Wir beraten und unterstützen Euch gerne auf dem Weg in die digitale Souveränität. Neben Installation und Administration der Services auf eigenen Systemen, übernehmen wir auch gerne das Hosting für kleinere Unternehmen ohne eigene Hardware-Infrastruktur. Schreiben Sie uns einfach eine Mail an  oss@bitkomplex.de oder ruft uns unter 030 – 5490 7642 an.

Autoren

  • Konrad Greilich.

    Konrad hat in Berlin und Tel-Aviv Rechtswissenschaften studiert und promoviert derzeit über SmartContracts in der Unternehmensleitung.

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